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Ferdinand Orsini-Rosenberg in Kooperation mit dem Museum Moderner Kunst Kärnten
Die aktuelle Ausstellung, die vom 2.-4. August 2013 im Schloss Grafenstein zu sehen sein wird, unterstreicht die ungebrochene Attraktivität der Auseinander- setzung mit der Darstellung des Menschen. Die zeitgenössischen KünstlerInnen wenden sich der Thematik – sobald sie die Respektgrenze zum überlieferten Kunstwerk überwunden haben – mit großem Engagement zu, nutzen die historischen Bildnisse als Quelle vielfältigster Inspiration für das subjektive Handeln (jenseits des persönlichen Bezugs), das sich in einer postmodernen Beliebigkeit über sämtliche Möglichkeiten und Stile erstreckt. Es entstehen Be- und Übermalungen, Collagen und Bildobjekte, geleitet von emotionalen, konzeptuellen, rationalen und ironischen Motivationen, in logischem oder lustvollem Antrieb. Interessant scheint, dass die Porträtmalerei – ursprünglich die Bezeichnung für die „künstlerische Darstellung eines Menschen mit der ihm eigenen individuellen Physiognomie, Haltung und psychischen Ausdruckslage“, deren Hauptfunktion es ist, „den Dargestellten zu vertreten, ihn zu ehren und ihm über den Tod hinaus ein Andenken zu bewahren“ – nun, in der Negierung dieses Postulats, zum Feld der Manifestation eigener Überlegungen und Gefühle der KünstlerInnen wird.









